Oyun (The Play)

Oyun (The Play)

Ein Film von Pelin Esmer

Pelin Esmers erster Langfilm erzählt von einem Aufbruch aus alten Strukturen: Auf Initiative des Schullehrer Hüseyin beschließen neun Bäuerinnen aus dem südanatolischen Bergdorf Arslanköy, ihre Lebensgeschichten als Theaterstück aufzuführen. Tabus wie häusliche Gewalt, gesellschaftliche Ächtung und Demütigungen werden angepackt, das Selbstbewusstsein der Frauen wächst, frech und humorvoll gehen sie an „Eingemachte“ – und das schmeckt nicht jedem: Die Filmemacherin verfolgt mit dem Entstehen des Stückes das Mündigwerden einer Dorfgemeinschaft, das Heranwachsen von Solidarität und Respekt zwischen den Eheleuten. „The Play“ war 2006 Esmers Durchbruch als Filmemacherin und erhielt zahlreiche internationale Filmpreise.

„Im Verlauf der Proben verwandeln sich diese scheuen Bäuerinnen zu wunderbaren Schauspielerinnen und entwickeln spontan einen kompromisslosen feministischen Diskurs. Anfangs lediglich ein Zeitvertreib, wird das Theaterspielen schnell eine ‚Frage auf Leben und Tod‘, die ihnen Selbstachtung, Anerkennung ihrer Ehemänner und eine große Hoffnung für künftige Generationen einbringt. Vor der Kamera findet eine wahre Revolution statt: friedfertig, gefühlvoll und äußerst fröhlich.“ (Isabelle Regnier, Le Monde, zitiert nach: Dok-Fest München)

Sprache
Türkisch mit englischen UT
Genre
Dokumentarfilm
Land
Türkei
Jahr
2005
Regie
Pelin Esmer
Schauspieler
Hüseyin Arslanköylü, Saniye Cengiz, Fatma Fatih, Zeynep Fatih u. a.
Länge
70 Minuten